„Jeder will mehr eLKWs auf der Straße sehen, aber niemand weiß, wie wir dorthin kommen“ - Logistikmanager

Die Umstellung von Diesel-Flotten auf elektrische Flotten im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge stellt für Logistikunternehmen eine der größten Herausforderungen der letzten 50 Jahre dar. Derzeit gibt es kaum Informationen darüber, wie dieser Übergang souverän bewältigt werden kann – es gibt nicht nur einen Mangel an praktischen Erfahrungen, sondern auch einen Mangel an wissenschaftlicher Literatur zu diesem Thema.

Investitionen in elektrische Gütertransportflotten sind mit sehr hohen finanziellen Risiken verbunden. Deswegen sollen im Rahmen des Projekts MEGAWATT Lösungen für diese zentralen Herausforderungen bei der Umstellung auf elektrische LKWs gefunden und erarbeitet werden. Diese Lösungen werden wegbereitend für wirtschaftlich nachhaltige Investment- und Geschäftsmodelle für emissionsneutrale Logistik sein.

Die Hauptziele des Projektes sind:

  • Durchführung eines dreijährigen Feldversuchs mit 26t-Elektrofahrzeugen in fünf verschiedenen Anwendungsfällen. Die Feldversuche dienen gleichzeitig zur praktischen Validierung der entwickelten Modelle.
  • Aufbau einer erweiterbaren E-Logistik-Datenbank, Erfassen von „key performance indicators“ von e-Logistik-Subsystemen für mehrere relevante Anwendungsfälle.
  • Entwicklung von Planungswerkzeugen für Elektro-Lkw-Flotten und Ladeinfrastruktur mit einem Tagesstromverbrauch von mehreren Megawattstunden. Das Investitionsplanungswerkzeug soll 10-15% der Gesamtinvestmentkosten im Vergleich zu einer Investmentstrategie ohne Modellierung und Simulation einsparen. Ebenfalls sollen im Rahmen eines TCO (Total Cost of Ownership)- Optimierungsmodells Betriebsabläufe optimiert werden.
  • Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für Energieversorgungsunternehmen (EVUs) und Logistikunternehmen. Logistikunternehmen mit elektrischen LKW- Flotten sind für EVUs ein neuer Kundenkreis. Sowohl EVUs als auch Logistikdienstleistungsunternehmen können auf Basis der Ergebnisse des Projekts neue Geschäftsmodelle für emissionsfreie Logistikdienstleistungen anbieten.
  • Reduktion von Treibhausgasemissionen um 300 Tonnen CO2-Äquivalent insgesamt während der Projektlaufzeit.